FAQ
Was ist die Periradikuläre Therapie (PRT)?
Die PRT ist eine gezielte, minimal-invasive Behandlung zur Linderung von Schmerzen, die durch gereizte Nervenwurzeln entstehen. Typische Ursachen sind Bandscheibenvorfälle, Spinalkanalstenosen und degenerative Veränderungen der Wirbelsäule. Dabei wird ein entzündungshemmendes Medikament direkt an die betroffene Nervenwurzel gespritzt, um Schmerzen und Entzündungen zu reduzieren.
RM =Rückenmark | WK =Wirbelkörper | KM = Kontrastmittel | NW = Nervenwurzel

Wann kommt die PRT zur Anwendung?
Die PRT wird eingesetzt, wenn Schmerzen durch Nervenreizungen entstehen, die oft in Arme oder Beine ausstrahlen. Häufig wird sie bei Bandscheibenvorfällen oder Spinalkanalverengungen eingesetzt, insbesondere wenn andere Behandlungsformen wie Physiotherapie oder Medikamente nicht ausreichen.
Für Patientinnen und Patienten hat das Verfahren folgende Vorteile:
- Weniger Schmerzen: Da der Eingriff nur den schmerzauslösenden Wirbelsäulenabschnitt betrifft, ist die Belastung für den Körper gering.
- Schnellere Erholung: Nach der PRT kann man in der Regel schnell wieder den normalen Alltag aufnehmen.
- Kurze Behandlungsdauer: Die PRT wird ambulant durchgeführt und dauert etwa 5 bis 10 Minuten.
- Geringes Risiko: Dr. Herlein kann unter Laser- und Computertomographie-Kontrolle unter Zuhilfenahme geringster Mengen Kontrastmittels das Medikament an den Ort der Schmerzauslösung platzieren.
- Das Risiko für Komplikationen wie Infektionen ist sehr gering.
Diese Behandlungsmethode eignet sich sehr, um Schmerzen zu lindern mit dem Ziel, den Bandscheibenvorfall abzuschwellen, bzw. den Spinalkanal zu weiten und damit Nerven- und Rückenmarkeizungen zu minimieren.
Wie läuft die PRT ab?
Bei der PRT werden Sie von Dr. Herleins Arzthelferin behutsam auf Kissen in Bauchlage gelagert und schonend in den Computertomographen geschoben. Nach einer ersten Aufnahme beginnt die lasergestützte Behandlung: Zunächst wird zur Schmerzlinderung eine Injektion unter die Haut gesetzt; dann wird unter CT-Kontrolle eine dünne Nadel exakt an die betroffenen Nerven geführt. Dies geschieht unter sterilen Bedingungen. Zur Sicherheiit des Patienten wird am Ende noch eine minimale Menge an Kontrastmittel verabreicht, bevor schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente injiziert werden, um die lokale Entzündung zu reduzieren und Schmerzen langfristig zu lindern. Das Schmerzmittel wirkt in der Regel schon nach wenigen Minuten, während das Kortison für eine längere entzündungshemmende Wirkung sorgt.
Angst vor Spritzen?
Viele Menschen haben Angst vor Spritzen, was völlig normal ist. Bei der Periradikulären Therapie (PRT) wird eine sehr feine Nadel verwendet, die unter bildgebender Kontrolle (CT oder Röntgen) punktgenau geführt wird. Wir können die Ängste unserer Patienten nachvollziehen und nehme diese ernst.
- Beruhigendes Vorgespräch: Vor der Behandlung erkläre ich Ihnen den genauen Ablauf. Oft hilft es, die Behandlung zu verstehen und zu wissen, was Sie erwartet.
- Lokale Betäubung: Der Einstichbereich wird vorab örtlich betäubt, sodass Sie den Nadeleinstich kaum spüren.
- Ablenkungstechniken: Sie können entspannende Atemübungen oder Visualisierungstechniken anwenden, um sich während der Behandlung zu beruhigen.
- Begleitperson: Manche Patienten fühlen sich sicherer, wenn sie eine vertraute Person mitbringen.
Platzangst im CT?
Das CT-Gerät ist ein enger Raum, und viele Menschen haben Platzangst (Klaustrophobie). Auch hier gibt es Strategien, um die Situation angenehmer zu gestalten:
- Kurze Dauer: Die Zeit, die Sie im CT verbringen, ist sehr kurz – nur wenige Minuten. Dies kann helfen, die Angst zu verringern.
- Entspannungshilfen: Beruhigungsmittel oder beruhigende Musik können angeboten werden, um die Untersuchung stressfreier zu gestalten.
- Vorherige Vorbereitung: Vorab erkläre ich Ihnen den Ablauf und wie das Gerät funktioniert. Oft hilft es, den Prozess zu verstehen und zu wissen, dass Sie jederzeit mit dem Team kommunizieren können.
Ist die PRT schmerzhaft?
Die Behandlung ist meist gut verträglich. Es kann ein kurzer Schmerz beim Einstich der Nadel auftreten, jedoch ist die Therapie insgesamt nicht besonders schmerzhaft. Nach der Behandlung können kurzzeitig leichte Beschwerden auftreten, die jedoch rasch nachlassen.
Wie oft muss die PRT durchgeführt werden?
In der Regel haben sich 3 Injektionen in Wochenabständen bewährt: darüber hinaus stimmen wir die Häufigkeit aber auch individuell auf Ihre Beschwerden ab.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Nebenwirkungen sind selten. In einigen Fällen kann es zu Hautrötungen, Spannungsgefühlen oder vorübergehenden Taubheitsgefühlen kommen. Allergische Reaktionen auf das Kontrastmittel oder punktionsbedingte Blutungen sind äußerst selten. Patienten, die blutverdünnende Medikamente einnehmen, sollten dies vor der Behandlung mit dem Arzt besprechen.
Was sollte nach der PRT beachtet werden?
Nach der Therapie darf ein Fahrzeug an diesem Tag aus rechtlichen Gründen nicht mehr geführt werden und Sie sollten nicht mehr arbeiten. Es ist ratsam, eine Begleitperson mitzubringen, die Sie nach Hause bringt. Zudem sollten Sie sich körperlich schonen und auf Sport verzichten.




